Künstler*innen

Mundartsänger, Songwriter, Gitarrist, Produzent, Jazz Diplom – Adrian Stern ist einer der vielseitigsten Musiker der Schweiz. Seine grosse Liebe aber gilt seit jeher dem Songwriting –dieser Kunst des knappen Erzählens, Verdichtens und in drei Minuten auf den Punkt Bringens. Anfänglich noch eher dem Collage-Rock zugeordnet, hat Adrian Stern über die Jahre immer mehr zu seinem eigenen Stil gefunden: Liebeslieder, getragen von seiner samtigen Stimme und gefühlvoll gespielten akustischen Gitarre, wurden sein Markenzeichen.

14-jährig spielte Aglaia Graf ihr Debut mit Orchester und wurde Jungstudentin in der Konzertklasse von Adrian Oetiker an der „Musikhochschule Basel“, wo sie ihr Konzertdiplom mit Auszeichnung erhielt. In den folgenden Jahren setzte sie ihr Studium in Wien und Paris fort. Sie studierte in der Klasse von Ronald Brautigam, arbeitete intensiv mit Claudio Martinez-Mehner zusammen und vertiefte ihr pianistisches Wissen zusätzlich in Meisterkursen von András Schiff, Paul Badura-Skoda, Andrzej Jasinski und Dimitri Bashkirov.

Konzertreisen führten Graf in viele Länder Europas, nach Japan, China und Russland. So spielte sie in Sälen wie dem Wiener Musikverein, der Wigmore Hall, der Philharmonie in Moskau, und der Tonhalle Zürich. Mit Solorezitals trat Aglaia Graf unter anderem am Lucerne Piano Festival und am Gstaad Festival auf. Mit über 25 Klavierkonzerten war sie als Solistin u.a. mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, dem Shenzhen Symphonie Orchestra (China), der Südwestdeutsche Philharmonie und dem British National Wind Orchestra zu hören. Graf komponiert zudem, erhält Aufträge von Pro Helvetia und Uraufführungen ihrer Werke werden regelmässig im Radio ausgestrahlt. Aglaia Graf gewann internationale Wettbewerbspreise für Solospiel und Kammermusik und erhielt begehrte Stipendienpreise. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihr der “Europäische Kulturförderpreis“ verliehen.

Alexander Boldachev ist Harfenvirtuose, Komponist, Lehrer und Gründer des Harfenfestivals Zürich. Er absolvierte sein Masterstudium in Harfe bei Professor Catherine Michel, in Komposition (Mathias Steinauer) und Dirigieren (Marc Kissoczy) an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist Preisträger von mehr als einem Dutzend internationaler Wettbewerbe sowie Gewinner des «Prix Walo» oder «ProEuropa».

Alexander Boldachev hat u.a. in den USA, England, Kanada, Frankreich, Japan, Brasilien, China, Singapur, Hong Kong, Indonesien, Deutschland, Schweiz, Türkei, Argentinien, Ungarn, Italien und Russland gespielt und war u.a. zu Gast in der Carnegie Hall in New York, dem Musikverein in Wien und der grossen Philharmonie in Sankt Petersburg. Im Jahr 2018 schrieb und spielte er ein elektronisches Harfensolo zur Eröffnung der FIFA Weltmeisterschaft zusammen mit Robbie Williams und Aida Garifullina. Für die einzigartige Performance des Songs «Californication» der amerikanischen Band Red Hot Chili Peppers wurde Alexander bei den The Akademia Music Awards in Los Angeles mit dem «Best Rock Cover Song» Award ausgezeichnet.

Die Harfenistin Alice Belugou wurde 1991 in Rouen geboren. Sie begann ihr Studium an der Pariser Sorbonne und der Pôle Supérieur de Paris Boulogne-Billancourt, wechselte dann für den Master in Music Performance an die Haute École de Musique Lausanne zu Letizia Belmondo, wo sie 2015 den Spezialpreis für ausgezeichnete Masterkonzerte erhielt, und absolvierte anschliessend an der Basler Hochschule für Musik den Masterstudiengang in Musikpädagogik sowie den Minor Zeitgenössische Musik.

Sie besuchte Meisterkurse bei Isabelle Moretti, Fabrice Pierre, Catherine Michel, Frédérique Cambreling und Marie-Pierre Langlamet und arbeitete mit Komponisten wie Georges Aperghis, Mark André, Heinz Holliger, William Blank, Jennifer Walshe, Simon Steen-Andersen.

Seit 2015 trat sie an verschiedenen Festivals Europas als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin auf: Lucerne Festival, Zeiträume, Archipel (CH), Manifeste (FR), New direction (SW), ON Köln (DE), Mikrotonalität Basel, Darmstädter Ferienkurse, Tage für neue Musik
Zürich, Kontakte Berlin, festival Rümlingen (CH). 2017 gewann Alice ein Stipendium der Fritz Gerber Stiftung und 2018 den zweiten Preis beim DHF world harp competition.

Bekannt für ihre «herzergreifenden Auftritte» (Hamburger Abendblatt), gastiert Alina Pogostkina – Gewinnerin des Internationalen Sibelius Wettbewerbs 2005 in Helsinki – bei den grossen Orchestern und Festivals weltweit und arbeitet zusammen mit Dirigenten wie Michael Tilson Thomas, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling, Sakari Oramo, David Afkham, Robin Ticciati, Thomas Hengelbrock und John Storgårds. Alina Pogostkina verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft unter anderem mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, NHK Symphony Orchestra und Yomiuri Nippon Symphony Orchestras sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester und Mahler Chamber Orchestra.

Alina Pogostkina zeigt eine beeindruckende Vielseitigkeit im barocken und klassischen Repertoire – sie spielt regelmässig und mit grosser Leidenschaft auf Darmsaiten – bis hin zu den Meisterwerken der Moderne. Sie wurde in St. Petersburg geboren, wuchs in Deutschland auf und erhielt die ersten Jahre Geigenunterricht bei ihrem Vater Alexander Pogostkin. Später studierte sie bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» und vertiefte am Mozarteum Salzburg bei Reinhard Goebel das Studium der Barockgeige. Alina Pogostkina spielt auf einer Camillo Camilli von 1752.

Andri Schenardi wurde 1980 in Altdorf im Kanton Uri geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste. Sein erstes Engagement führte ihn ab 2007 an das Konzert Theater Bern, wo er u. a. mit den Regisseur*innen Erich Sidler, Matthias Kaschig, Markus Bothe, Jan-Christoph Gockel und Claudia Bauer zusammenarbeitete.

Er spielte diverse Hauptrollen der klassischen und modernen Theaterliteratur, u.a. den Hamlet, Pinocchio, Volpone, Cyrano de Bergerac, Jay Gatsby oder Frau Dr. Mathilde von Zahnd.

Als freier Schauspieler ist er sowohl am Theater wie im Film und Hörspielbereich tätig. Sein grösster Kameraauftritt war die Erzählerfigur Franky Loving in Dani Levys One-Take-«Tatort» «Die Musik stirbt zuletzt». Seit 2014 ist Andri Schenardi freischaffender Schauspieler und spielt unter anderem regelmässig am Grazer Schauspielhaus.

Neben mehreren Erfolgen bei internationalen Kammermusik-Wettbewerben war das Azahar Ensemble 2014 Preisträger in der Kategorie «Bläserquintett» beim renommierten ARD-Wettbewerb. Seither hat das Quintett eine rege Konzerttätigkeit entwickelt und gastiert in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Kanada und in der Dominikanischen Republik. Nach umjubelten Konzerten in Köln (WDR) und der Berliner Philharmonie (Debüt im Deutschlandradio), Wien (Musikverein), Baden-Baden, Salzburg, Innsbruck, in der Philharmonie Essen, beim Mozartfest Würzburg und dem Rheingau Musik Festival u.a. gastiert das Quintett weiterhin in ganz Europa und wird im Jahr 2022 ein neues Werk von Gija Kancheli in Georgien uraufführen.

Zahlreiche Konzerte des Azahar Ensembles wurden von Rundfunkanstalten in ganz Europa mitgeschnitten und gesendet, darunter der Bayerische Rundfunk, der Südwestrundfunk, das Deutschlandradio Kultur, Radio Clásica España, das Schweizer Radio, France Musique und Catalunya Música. Die Debüt-CD des Ensembles mit Werken von Joaquín Turina, die in Koproduktion mit dem Deutschlandradio bei Hänssler (2018) aufgenommen wurde, begeisterte die internationale Presse.

Das Azahar Ensemble gründete sich 2010 aus Musikern des Nationalen Jugendorchesters von Spanien. Die fünf jungen Musiker wurden mit einem Stipendium der «Fundación JONDE-BBVA» ausgezeichnet, das ihnen ein Kammermusikstudium bei dem Fagottisten Sergio Azzolini an der Hochschule für Musik Basel ermöglichte. Alle fünf Instrumentalisten des Ensembles werden regelmässig eingeladen, in renommierten Orchestern zu spielen, darunter das Mahler Chamber Orchestra, Concertgebouw-Orchester, Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchester des Liceu Barcelona, Philharmonische Orchester Lübeck, Münchener Kammerorchester, Sinfonieorchester Basel, die Camerata Bern, das Kammerorchester Basel und das Swiss Orchestra.

Miquel Ramos Salvadó und Antonio Lagares Abeal sind als freischaffende Musiker tätig. André Cebrian Garea ist Solo-Flötist im Scottish Chamber Orchestra, María José García Zamora Solo-Fagottistin an der Komischen Oper Berlin und Maria Alba Carmona Tobella Oboistin des Zürcher Opernorchesters und – wie auch Miquel Ramos Salvadó – Mitglied des Ensembles Spira Mirabilis.

André Cebrian Garea, Flöte
Maria Alba Carmona Tobella, Oboe
Miquel Ramos Salvadó, Klarinette
Antonio Lagares Abeal, Horn
María José García Zamora, Fagott

Bernhard Russi, geboren in Andermatt, ist ein ehemaliger Skirennfahrer und gehörte während seiner aktiven Zeit in den 1970er Jahren zu den weltweit besten Athleten in der Disziplin Abfahrt. Er gewann eine olympische Goldmedaille, zwei Weltmeistertitel und wurde mehrfach zum Schweizer Sportler des Jahres gekürt. 1969 fungierte der damals weitgehend unbekannte Bernhard Russi als Stuntman bei den Dreharbeiten zum James-Bond Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät».

Nach Beendigung seiner aktiven Skikarriere war Bernhard Russi unter anderem als Co-Kommentator und Rennanalyst beim Schweizer Fernsehen, als Werbebotschafter sowie als technischer Berater des Weltskiverbandes FIS tätig. Der gelernte Hochbauzeichner plante zahlreiche neue Abfahrtspisten – angefangen mit Olympia Calgary 1988 bis hin zu Olympia Peking 2022, sowie die Weltmeisterschafts-Strecken in Sestriere, Are, Beavercreek und in St. Moritz – und trug damit massgeblich zur Weiterentwicklung des alpinen Skisports bei. Aufgrund seines vielfältigen Engagements und seinen zahlreichen Auftritten in der Öffentlichkeit zählt er bis heute zu den prominentesten Persönlichkeiten des Landes.

Nach seinem gefeierten Debüt kehrt Bernhard Russi mit «Karneval der Tiere» auf die Konzertbühne in Andermatt zurück.

Die Trompeten, Hörner, Posaunen und Tuben des Royal Concertgebouw-Orchesters bilden zusammen das Blechbläserensemble des RCO. Ziel der Musiker ist es, in Konzerten und Meisterkursen das vielseitige Repertoire für Blechblasinstrumente in verschiedenen Kombinationen zu präsentieren. Die Formationen können von einem Trio bis zu einem grossen Ensemble von 20 Spielern variieren, das mitunter durch Schlagwerk ergänzt wird.

In den Niederlanden ist das Ensemble bereits an verschiedenen Orten aufgetreten, z. B. im Königlichen Concertgebouw, während des berühmten Amsterdamer Grachtenfestivals und anlässlich des Giromania-Festivals zum Start des «Giro d’Italia». Die Mitglieder des Blechbläserensembles des Koninklijk Concertgebouw Orkest sind weltweit bekannte Musiker und Lehrer. Die meisten Mitglieder unterrichten an niederländischen und internationalen Spitzeninstitutionen und treten häufig als Solisten auf.

Das Blechbläserensemble des Königlichen Royal Concertgebouw-Orchesters hat zahlreiche Auftritte im In- und Ausland absolviert. Nach einer erfolgreichen Amerika-Tournee im Jahr 2003 folgten weitere Tourneen in den USA: in der Chicago Symphony Hall mit den Blechbläsern des Chicago Symphony Orchestra (2005) und in New York mit den Blechbläsern des New York Philharmonic (2006 und 2009). Das Ensemble hat in zahlreichen Ländern wie den Vereinigten Staaten, Japan, Südkorea, Thailand, Taiwan, Spanien, Deutschland, der Tschechischen Republik, Italien, Österreich, Bulgarien, Costa Rica, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien konzertiert und Meisterkurse gegeben. Verschiedene Komponisten wurden dazu inspiriert, Werke zu schreiben und spezielle Arrangements für dieses Ensemble zu erstellen.

Im Jahr 2007 präsentierten sie ihre erste CD «Brass of the Royal Concertgebouw Orchestra» die beim RCO Live-Label des Royal Concertgebouw Orchestra erschienen ist. Eine zweite CD, «Brass Too», wurde im Oktober 2014 veröffentlicht. Viele ihrer Auftritte wurden im In- und Ausland ausgestrahlt. Sie sind in verschiedenen sozialen Medien aktiv und erreichen damit ein breitgefächertes Publikum.

Die Camerata RCO besteht aus Mitgliedern des Royal Concertgebouw Orchestra. Es ist die absolute Liebe zur Kammermusik, die die Musiker*innen antreibt, sich neben ihrer Orchestertätigkeit Zeit zu nehmen, um gemeinsam als Camerata RCO aufzutreten. Das Ensemble, das von der New York Times für seine “warme, glühende Darbietung” gelobt wurde, hat in den Niederlanden und im Ausland enorme Erfolge gefeiert und gibt inzwischen rund 50 Konzerte pro Saison in internationalen Musikmetropolen wie Amsterdam, Wien, Tokio, Seoul, Madrid, Rom und New York.

Die Camerata RCO ist in vielen Radio- und Fernsehsendungen aufgetreten und hat mehrere CD’s (Corelli, Mozart, Mendelssohn, Ravel) mit dem Label Gutman Records aufgenommen. Die neueste Aufnahme wurde 2021 veröffentlicht und beinhaltet die in Andermatt aufgeführte Bearbeitung von Bruckners «7. Sinfonie» für Kammerensemble.

Das Royal Concertgebouw Orchestra mit Sitz in Amsterdam wurde 1888 gegründet. Anlässlich seines hundertjährigen Bestehens im Jahr 1988 erhielt es offiziell die Bezeichnung „königlich“. Königin Máxima der Niederlande ist Schirmherrin.

Das Royal Concertgebouw Orchestra gehört zu den besten Orchestern der Welt. Es hat stets mit den grössten Dirigenten und Solisten zusammengearbeitet. Komponisten wie Richard Strauss, Gustav Mahler und Igor Strawinsky haben das RCO mehr als einmal dirigiert. Auch heute noch pflegt das Orchester langfristige Beziehungen zu zeitgenössischen Komponisten.

Camerata RCO

Sjaan Oomen, Geige
Annebeth Webb, Geige
Santa Vižine, Bratsche
Maartje-Maria den Herder, Cello
Olivier Thiery, Kontrabas
Hein Wiedijk, Klarinette
Fons Verspaandonk, Horn
Marc Aixa Siurana, Pauken
Frank van de Laar, Klavier
Franka Herwig, Akkordeon

Der 1992 in Luzern geborene Christoph Pfändler hatte den renommierten Hackbrettspieler Töbi Tobler als Lehrer, was sich für den jungen Musiker als Glücksfall erwies: Der Pionier des Hackbrettspiels liess Pfändler auf traditionellen wie auch auf neuen, unkonventionellen Wegen gewähren und unterstützte ihn dabei. So begann sich Christoph Pfändler schnell für Heavy Metal zu interessieren und wollte diesen auf dem Hackbrett umsetzen. 2010 begann er sein Volksmusikstudium an der Musikhochschule Luzern. Im Januar 2012 spielte er sein erstes Konzert mit dem Dirigenten Howard Griffiths und dem Brandenburgischen Staatsorchester. Daraus resultierten diverse weitere Konzerte. 2013 schloss er an der Musikhochschule Luzern den Bachelor of Arts in Music im Bereich Volksmusik mit Bestnoten ab. Im selben Jahr holte ihn Marco Kunz in seine Band: Bis heute veröffentlichte er mit «Kunz» vier Alben, welche Goldstatus erreichten und grosse Tourneen durch die ganze Schweiz nach sich zogen. Mit seiner Band «Metal Kapelle» veröffentlichte er die Alben «Fuckbrett» und «Insomnia», mit Töbi Tobler betreibt er das Hackbrettduo «TOPF» (Tobler & Pfändler). Seine Band «Stalldrang» spezialisiert sich auf traditionelle Volksmusik.

Eiger Mönch & UrSchwyz

Maria Gehrig

Maria Gehrig ist in Andermatt aufgewachsen. Sie erhielt Violinunterricht bei Jens Lohmann am Zürcher Konservatorium für Klassik und Jazz, bei Igor Karsko und Ina Dimitrova (Hochschule Luzern Musik, Profil Klassik) und bei Noldi Alder und Paul Giger (Schwerpunkt Volksmusik). 2013 hat sie den Master in Musikpädagogik abgeschlossen, 2016 erlangte sie den Master in Musik Performance. Maria Gehrig unterrichtet an der Musikschule Uri und spielt nebst Eiger Mönch & UrSchwyz regelmässig in folgenden Formationen: Duo Fränggi und Maria Gehrig, Trio InterFolk, irish folk band «Cottage», Camerata Uri und dem Theater Uri Hausorchester.

Hanna Landolt

Hanna Landolt, aufgewachsen in Schwyz, fing im frühen Kindesalter mit dem Geigenspiel an. Motiviert durch ihre Geschwister, wirkte sie bald im familieneigenen Landolt Quartett mit. Nach der Matura und abgeschlossenem Bachelor in Musik und Bewegung an der ZHdK absolvierte sie den Master Pädagogik im Hauptfach Violine an der Hochschule der Künste in Bern bei Barbara Doll. Hanna Landolt unterrichtet an den Musikschulen in Schwyz und Zug. Sie spielt leidenschaftlich gerne Solo, im Duo mit diversen Musikern, dem Kammerorchester collegium musicum uri oder bei Filmmusikprojekten des sinfonischen Orchesters TriEvent.

Kristina Brunner

Kristina Brunner studierte nach der Matura Cello mit Schwerpunkt Volksmusik an der Musikhochschule Luzern und schloss das Bachelorstudium 2016 bei Jürg Eichenberger und Andreas Gabriel ab. Darauf folgte ein Studium mit dem Hauptinstrument Schwyzerörgeli bei Markus Flückiger, ebenfalls an der Hochschule Luzern. Im Jahr 2019 endete ihre Studienzeit mit einem erfolgreichen Abschluss. Seither unterrichtet sie Schwyzerörgeli an den Musikschulen der Region Gürbetal, MUSIKA und der Stadt Luzern. Dazu pflegt sie eine rege Konzerttätigkeit, vor allem im Duo mit Evelyn Brunner oder Albin Brun.

Evelyn Brunner

Evelyn Brunner studierte nach der Matura Musik- und Bewegungspädagogik an der Musikhochschule Luzern. Neben einer breiten pädagogischen Ausbildung erhielt sie dort Kontrabassunterricht im Hauptfach bei Bobby Burri und im Nebenfach Schwyzerörgeliunterricht bei Markus Flückiger. Evelyn Brunner unterrichtet Schwyzerörgeli an den Musikschulen in Thun und Bern, ist als Kursleiterin von Volksmusik-Kursen tätig und ist Mitglied diverser Projekte und Bands im Bereich der Volksmusik.

Ensemble l’Airchet

Frederic Sánchez

Frederic Sánchez ist u.a. Soloflötist des Swiss Orchestra und des Verbier Festival Chamber Orchestra. Seit 2022 ist er Professor für Flöte an der Katarina Gurska Hochschule und hat mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra und dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam zusammengearbeitet. 2010 gründete er das Azahar Ensemble, das 2014 den ARD-Wettbewerb in München gewann.

Sherniyaz Mussakhan

Sherniyaz Mussakhan ist Konzertmeister des Swiss Orchestra. Als Solist hat er u.a. zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra of London, dem Sinfonieorchester Basel, dem Astana Opera Symphony Orchestra gespielt. Er trat beim «Gstaad Menuhin Festival» auf, spielte als Solist im Bolschoi-Theater, im Mozarteum Salzburg, an der Hofburg Wien sowie im Mariinsky-Theater und ist Kavalier des Daryn-Ordens.

Jana Ozolina

Die Geigerin Jana Ozolina war Mitglied in Gidon Kremers Kammerorchester «KREMERata Baltica» und hat als Solistin und als Kammermusikerin u.a. mit Andras Schiff, Martha Argerich und Heinz Holliger zusammengearbeitet. Mit verschiedenen Ensembles sowie als Solistin hat sie in mehr als 40 Ländern der Welt in bedeutenden Konzertsälen wie Amsterdam Concertgebouw, Musikverein Wien, Carnegie Hall und Sydney Opera Haus gespielt.

Lech Antonio Uszynski

«Mit seinem reflektierten Spiel» hat sich Lech Antonio Uszynski als einer der spannendsten und wandlungsfähigsten Bratschisten seiner Generation etabliert. Er gastierte in Konzertsälen wie der Elbphilharmonie Hamburg, der Wigmore Hall London und der Suntory Hall Tokio. 2019 wurde seine Solo-CD «Progetto Gibson» veröffentlicht. Seit 2010 ist er Bratschist im Stradivari-Quartett, mit dem er auf Konzertbühnen in Europa, Asien und Amerika Erfolge feiert.

Gunta Ābele

Gunta Ābele wurde 1986 in Riga geboren. Als Solistin und Kammermusikerin hat sie in ganz Europa konzertiert und an internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Musikfestival für zeitgenössische Musik in Madrid teilgenommen. Sie musizierte mit Künstler*innen wie Teodor Currentzis, Gidon Kremer, und Sofia Gubaidulina. Gunta Ābele ist Gründerin und künstlerische Leiterin des Kammerorchesters Camerata Basilea. 2019 erschien ihre Solo-CD «Magnificello».

Das EnsembLesAlpes wurde 2020 von Ola Sendecki, Samuel Justitz und Matthias Alexander Bruns mit dem Ziel gegründet, die Schweizer Kammermusik des 18., 19. und 20. Jahrhunderts zu fördern und zu pflegen. Das Ensemble, welches in verschiedenen Besetzungen auftritt, hat seinen Ursprung im Swiss Orchestra und entwickelte sich aus dem Wunsch heraus, Schweizer Komponisten der Klassik, Romantik und Moderne aus ihrem Schattendasein zu befreien und deren vergessene Werke wieder auf die Bühne zu bringen. So widmet sich das EnsembLesAlpes beispielsweise dem umfangreichen kammermusikalischen Oeuvre von Joachim Raff genauso wie den nachdenklichen Naturbetrachtungen «Landscapes» von Ernest Bloch. Einen grossen Stellenwert nehmen auch die Werke von Frank Martin und Hans Huber ein.

Das Ensemble besteht aus Instrumentalistinnen, die auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland weltweite Beachtung und Anerkennung finden. Die Mitglieder des Ensembles spielen als feste Mitglieder oder Gastmusikerinnen regelmässig in renommierten Orchestern und Kammermusikformationen, darunter das Orchester der Staatsoper Hamburg, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, das Münchener Rundfunkorchester, das Funkhausorchester Köln, der Staatskapelle Weimar, das Orchestra of Europe, das Orchester der Bayreuther Festspiele, das London Symphony Orchestra, die Camerata Bern, die Kammerphilharmonie Graubünden, die Festival Strings Lucerne, die Camerata Schweiz und das Stradivari-Quartett.

Matthias Alexander Bruns, Violine
Ola Sendecki, Violine
Lech Uszynski, Viola
Cristian Andris, Viola
Samuel Justitz, Violoncello
Joachim Müller-Crépon, Violoncello

Neben einer besonderen Affinität für die Liedgestaltung widmet sich die Walliser Sopranistin Franziska Heinzen sowohl den grossen Sopranpartien des Oratorienfaches wie auch dem Musiktheater in seiner gesamten Bandbreite: Sie interpretierte u. a. kammermusikalische Werke Dieter Schnebels am Mozartfest Würzburg, Mozarts c-Moll Messe mit dem Zürcher Kammerorchester oder Bergs Sieben frühe Lieder mit der Nordwestfälischen Philharmonie. Gemeinsame Liederabende mit dem Pianisten Benjamin Mead führten sie u. a. an die Schubertiada Vilabertran und das Schumannfest Düsseldorf. Ihr Debüt-Album rund um die Komponistengruppe «Les Six» sowie ihre zweite Einspielung von Liedern 24 Komponistinnen der Romantik bis in die Gegenwart wurden von der internationalen Fachpresse in Konzept und Interpretation hoch gelobt. Diese Entdeckungsreise erweitert das Duo 2022 mit einer Einspielung Schweizer Kompositionen. 2017 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis und 2018 gründete sie das Rhonefestival für Liedkunst in ihrer Heimatstadt Brig.

Das gekonnte Spiel im Grenzbereich von Volksmusiktradition und innovativen Ideen ist das Markenzeichen der Formation «Gläuffig». Ähnlich wie Artisten, bei denen die Schwerkraft nicht zu existieren scheint, jongliert die Band «Gläuffig» mit der alpenländischen Volksmusik, mit bekannten Mustern und gängigen Klischees. Das klingt mal leichtfüssig und verspielt, mal bodenständig und fast derb, jedoch immer gepaart mit einem hohen Mass an Musikalität und Spielfreude.

Als «Gläuffig» haben sich Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Lukas Gernet (Klavier) und Pirmin Huber (Bass) im Jahr 2008 zusammengefunden. Bei ihnen allen gründen die musikalischen Wurzeln in der Volksmusik, obwohl sie die Ausbildung an der Hochschule Luzern in unterschiedlichen Studienrichtungen abgeschlossen (Volksmusik, Jazz, Klassik, Komposition) und sich zu virtuosen Instrumentalisten entwickelt haben. Sich der eigenen Herkunft bewusst, wollen sie traditionelle Musik interpretatorisch und substanziell in ein neues Kleid fassen, dem Kulturgut Volksmusik jedoch die gebotene Sorgfalt erweisen. Das Repertoire der Formation reicht von traditioneller Ländlermusik im Stile der legendären Kapelle «Heirassa» bis zu moderner, weiterentwickelter Volksmusik.

«Gläuffig» tritt regelmässig bei Konzerten und im Rahmen von renommierten Festivals auf. So war die Formation unter anderem Gast am Tonhalle-Festival für neue Volksmusik «Stubete am See», an der Jazz Night und am Akkordeonfestival Zug, am Alpenklang-Festival im Zentrum Paul Klee Bern, am Festival «Alpentöne» in Altdorf, am Suisse Diagonales Jazz Festival in Luzern.

Gläuffig
Mathias Landtwing, Klarinette
Fränggi Gehrig, Akkordeon
Pirmin Huber, Kontrabass
Lukas V. Gernet, Klavier

Friends
Andi Gabriel, Geige
Christoph Pfändler, Hackbrett
Dominik Flückiger, Schwyzerörgeli
Fredy Reichmuth, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Klavier

Heinz Holliger gehört zu den vielseitigsten und aussergewöhnlichsten Schweizer Musikerpersönlichkeiten. Er gilt nicht nur als einer der weltweit wichtigsten Oboenvirtuosen, sondern ist auch einer der berühmtesten zeitgenössischen Schweizer Komponisten und
gefeierter Dirigent.

Geboren im bernischen Langenthal absolvierte Holliger seine Oboenstudien in Bern bei Emile Castagnaud und in Paris bei Pierre Pierlot. Seit 1963 tritt er freiberuflich als Solist auf und hat auf seinem Instrument neue Massstäbe gesetzt. Zeitgenössische Komponisten wie Hans Werner Henze, Krzysztof Penderecki, György Ligeti, Elliott Carter, Witold Lutoslawski, Karlheinz Stockhausen und Luciano Berio schrieben eigens Werke für ihn. So widmete ihm etwa auch der Genfer Frank Martin seine 1970 uraufgeführten «Trois Danses».

Heinz Holliger tritt zusammen mit den führenden Orchestern auf, darunter die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das London Philharmonia Orchestra, die Wiener Symphoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Frankfurter Symphoniker und das Tonhalle-Orchester Zürich.

Ein wahres Multitalent unserer Zeit: Hélène Grimaud ist nicht nur eine leidenschaftliche Pianistin, die ihr Instrument mit starkem poetischem Ausdruck und unvergleichlichem technischen Können spielt. Sie zeichnet sich ebenso aus als engagierte Naturschützerin, als mitfühlende Menschenrechtlerin und als Buchautorin.

1969 in Aix-en-Provence geboren, studierte sie bei Jacqueline Courtin am dortigen Konservatorium und anschliessend bei Pierre Barbizet in Marseille. Im Alter von nur 13 Jahren wurde sie am Pariser Conservatoire angenommen, wo sie schon drei Jahre später 1985 den ersten Preis im Fach Klavier erhielt. Weiteren Unterricht nahm sie bei György Sándor und Leon Fleisher. 1987 gab sie ihr erfolgreiches erstes Recital in Tokio, und noch im selben Jahr lud sie der angesehene Dirigent Daniel Barenboim ein, mit dem Orchestre de Paris aufzutreten. Dies war der Beginn von Grimauds glanzvoller Karriere, die gekennzeichnet ist durch Konzerte mit internationalen Spitzenorchestern und berühmten Dirigenten.

Zwischen Grimauds Debüt mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado im Jahr 1995 und ihrem ersten Auftritt mit den New Yorker Philharmonikern unter Kurt Masur 1999 – zwei der vielen gefeierten Meilensteine ihrer Laufbahn – debütierte die Pianistin noch in einem völlig anderen Fach: Sie gründete das Wolf Conservation Center in Upper New York State.

Dank ihrer ausgedehnten Tourneen als Konzertsolistin haben Hörer auf der ganzen Welt die Möglichkeit, sich an ihrer Arbeit zu erfreuen. Auch als engagierte Kammermusikerin tritt Grimaud bei den renommiertesten Festivals und kulturellen Veranstaltungen auf. Zu ihren musikalischen Partnerinnen zählen so unterschiedliche Musikerinnen wie Sol Gabetta, Rolando Villazón, Jan Vogler, Truls Mørk, Clemens Hagen, Gidon Kremer, Gil Shaham und die Gebrüder Capuçon. Ihr ausserordentlicher und wegweisender Beitrag zur Welt der klassischen Musik wurde von der französischen Regierung gewürdigt, als sie im Rang eines Ritters in die Ehrenlegion aufgenommen wurde und damit den höchsten Verdienstorden Frankreichs erhielt.

Hélène Grimaud ist seit 2002 Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Ihre Aufnahmen erhielten begeisterte Kritiken und zahlreiche Auszeichnungen wie unter anderem den Cannes Classical Recording of the Year, Choc du Monde de la musique, Diapason d’or, Grand Prix du disque, Record Academy Prize (Tokio), Midem Classic Award und ECHO Klassik.

Mathias Landtwing

Mathias Landtwing engagiert sich in verschiedensten Genres als Instrumentalist, Komponist und Musikpädagoge. Der 1985 geborene Musiker trat in der Schweiz, Europa und in Japan auf, ebenso in zahlreichen Fernsehsendungen (unter anderem in einer Spezialausgabe von «Potzmusig» zu seinem 30. Geburtstag).

Kristina Brunner

Kristina Brunner, geboren 1993, studierte Cello mit Schwerpunkt Volksmusik sowie Schwyzerörgeli an der Musikhochschule Luzern. Sie unterrichtet Schwyzerörgeli, darüber hinaus pflegt sie eine rege Konzerttätigkeit, insbesondere in den Duos mit Evelyn Brunner und Albin Brun.

Simone Felber

Simone Felber studierte Vokalpädagogik und gastierte am Luzerner Theater. Gleichzeitig hegt Sie eine grosse Faszination für Volksmusik – speziell für den Jodel. Mit dem Trio «Simone Felbers iheimisch» ist sie auf Bühnen im In- uns Ausland zu hören. Seit 2018 ist Sie Mitglied im Frauen a cappella Quartett «famm» und leitet den Jugendjodelchor [jutz.ch](http://jutz.ch/).

Laurent Girard

Laurent Girard wurde 1985 geboren und schloss sein Studium mit dem Lehrdiplom im Hauptfach Klavier ab. In verschiedenen Stilrichtungen mit diversen Bands pflegt er eine rege Konzerttätigkeit mit Auftritten in Radio und TV. Dazu erfüllte er mehrere Kompositions- und Arrangementaufträge (u.a. Publikumspreis Tonhalle Zürich).

Pirmin Huber

Der vielseitig engagierte Schweizer Kontrabassist, Komponist und Klangkünstler Pirmin Huber hat sich in der zeitgenössischen, neuen Schweizer Volksmusik und der elektronischen Musik etabliert. Die Volksmusik neu kartographieren ist Pirmin Hubers Ziel, wenn er Volksmusik mit Techno, Jazz, Klassik oder Elektronik verbrüdert.

Andreas Gabriel

Nach Abschluss seines Geigenstudiums entdeckte Andreas Gabriel seine Wurzeln neu, begann nach der verschollenen Fiedelmusik der Schweiz zu forschen und experimentierte mit altem Melodiengut. Inspiration waren ihm dabei Feldaufnahmen verschiedener historischer Schweizer Geiger sowie aktuelle Volksmusikgeiger aus der ganzen Welt.

Jwan Steiner

2018 war Jwan Steiner u.a. mit dem Album seiner Band «One Lucky Sperm» in den Top-Ten der Charts vertreten. Er ist Teil der Band von «Art on Ice», ist gemeinsam mit Simply Red und Nelly Furtado aufgetreten, engagiert sich in der Luzerner Rap-Crew «GeilerAsDu» und macht moderne Volksmusik. Ein ganz schöner Stilmix – findet nicht nur Jwan Steiner.

«Kammermusik ist die Seele der Musik», hat Elena Bashkirova einmal gesagt. Diesem Credo folgen die vielfachen Aktivitäten der Pianistin in ihren Rollen als Solistin, Liedbegleiterin, Ensemblemusikerin und Programmgestalterin. Der Geist des einfühlsamen Miteinanders bestimmt Bashkirovas Haltung als Interpretin wie Vermittlerin von Musik.

1998 gründete Elena Bashkirova das Jerusalem International Chamber Music Festival, das sie als Künstlerische Leiterin seither alljährlich im September gestaltet. Das Kammermusikfest, das einige der herausragenden Solisten aus aller Welt miteinander in Austausch bringt, ist zu einer tragenden Säule des kulturellen Lebens in Israel geworden. Seit 2012 findet alljährlich im April zudem das Festival Intonations im Jüdischen Museum Berlin statt, das ebenfalls viel Beachtung erfährt. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern der beiden Festivals ist Elena Bashkirova regelmässig bei den bedeutendsten Kammermusikreihen in Europa und Übersee zu Gast. Zu den internationalen Tourneen kommen Auftritte bei Sommerfestivals wie dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem George Enescu Festival in Bukarest oder dem Beethovenfest Bonn. Mehrere Aufnahmen dokumentieren Höhepunkte der von Bashkirova kuratierten Konzerte in wechselnden Musikerkonstellationen.

Das Programm in Andermatt wird von Elena Bashkirova und ihren Kammermusikpartnern, den renommierten Musikern Pablo Barragán (Klarinette), Michael Barenboim (Violine), Mohamed Hiber (Violine), Gerard Caussé (Viola), Sara Ferrandez (Viola), Astrig Siranossian (Violoncello), Ivan Karizna (Violoncello) und Nabil Shehata (Kontrabass) präsentiert. Gemeinsam mit Mojca Erdmann (Sopran) gestaltet Elena Bashkirova mit ihren Mitmusikern den zweiten Konzertabend mit einem besonderen Fokus auf die Werke von Mendelssohn. Alle diese Musiker haben eine sehr umfangreiche internationale Karriere und sind oder waren Teilnehmer des Jerusalem Chamber Music Festivals in Jerusalem und / oder des Intonations Festivals in Berlin.

Der Pianist Joseph Middleton hat sich auf die Kunst der Liedbegleitung und Kammermusik spezialisiert und geniesst in diesem Metier internationale Anerkennung. Das BBC Music Magazine beschrieb ihn als «einen der hellsten Sterne in der Welt des Liedes», die Times bezeichnete ihn als «die Crème de la Crème der neuen Generation» und Opera Now als «perfekten Begleiter».

In den letzten Spielzeiten war er in mehreren bedeutenden Konzertsälen zu Gast, darunter die Londoner Wigmore Hall, das Wiener Konzerthaus, das Amsterdamer Concertgebouw, die Oji Hall in Tokio und die Alice Tully Hall in New York. Er tritt regelmässig bei Festivals in der ganzen Welt und bei den BBC Proms auf. Für seine stetig wachsende Diskografie wurde er mit dem Diapason D’or, dem Edison Award, dem Prix Caecilia sowie mit einer Gramophone- und einer BBC Music Magazine Award-Nominierungen ausgezeichnet.

Joseph Middleton ist Direktor von Leeds Lieder, Musiker in Residence am Pembroke College Cambridge und Professor und Fellow an seiner Alma Mater, der Royal Academy of Music.

Die Grundsteine für seine internationale Karriere wurden bei seinem Gewinn des prestigeträchtigen Swiss Ambassador’s Award in London und dem Rezital-Debüt in der Londoner Wigmore Hall im Jahr 2013 gelegt, seither sorgt Joseph-Maurice Weder bei Kritikern und Publikum für reges Aufsehen. In vergangenen Spielzeiten konzertierte er in einigen der berühmtesten Konzertsäle der Welt: Carnegie Hall in New York, Berliner Philharmonie, Musikverein Wien, Laeiszhalle Hamburg, Wigmore Hall London, Tonhalle Zürich und Wiener Konzerthaus. Ausserdem unternahm er mehrfache Tourneen in Südamerika und in Europa. Als gesuchter Solist gab er Konzerte u.a. mit der Südwestdeutschen Philharmonie, dem Kazakhstan Philharmonic Chamber Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel, dem Chamber Orchestra of the City of Bratislava, dem Orquestra und dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie.

Im Jahr 2000 bestand Joseph-Maurice Weder mit zwölf Jahren die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Basel und wurde dort von Professor Adrian Oetiker bis 2011 unterrichtet. Von 2011 bis 2015 studierte er bei Professor Filippo Gamba ebenfalls an der Musikhochschule Basel.

Lena-Lisa Wüstendörfer ist Music Director des Swiss Orchestra. Als Pionier der Schweizer Sinfonik präsentiert das Swiss Orchestra gemeinsam mit renommierten Solisti*nnen wie Oliver Schnyder, Heinz Holliger oder Marie-Claude Chappuis Trouvaillen des Schweizer Musikschaffens und kombiniert sie mit Highlights des Standardrepertoires. Als Gastdirigentin ist Lena-Lisa Wüstendörfer international gefragt. Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie dem Luzerner Sinfonieorchester, Zürcher Kammerorchester, Thailand Philharmonic Orchestra, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Musikkollegium Winterthur, zur Filharmonia Pomorska, Camerata Schweiz, Basel Sinfonietta oder der Sinfonietta Bern, dem Orchestre Symphonique du Jura oder dem Zakhar Bron Festival Orchestra. Seit 2022 ist Lena-Lisa Wüstendörfer Intendantin von Andermatt Music.

1983 in Zürich geboren, studierte Lena-Lisa Wüstendörfer an der Hochschule für Musik der Stadt Basel Violine und Dirigieren sowie an der Universität Basel Musikwissenschaft und Volkswirtschaft. Ihre Dirigierstudien vertiefte sie bei Sylvia Caduff und Sir Roger Norrington und war Assistenzdirigentin von Claudio Abbado. Ergänzend zu ihrer Konzerttätigkeit publiziert die promovierte Musikwissenschaftlerin auf dem Gebiet der Rezeptions- und Interpretationsgeschichte und forscht zur Schweizer Musikgeschichte.

Streicher, Holzbläser und eine Rhythm Section: So aussergewöhnlich die Besetzung dieses zehnköpfigen Ensembles, so aussergewöhnlich die Musik dessen Bandleaderin Luzia von Wyl.

Die Schweizer Pianistin und Komponistin machte sich mit ihrem zehnköpfigen Contemporary Jazz Orchestra, dem Luzia von Wyl Ensemble, international einen Namen. Sämtliche Kompositionen des Orchesters stammen aus ihrer Feder, und auf der Bühne sitzt sie selbst am Klavier. Zusätzlich schreibt Luzia von Wyl regelmässig Auftragswerke für verschiedenste Musiker, Ensembles und Orchester, aktuell für das Zürcher Kammerorchester mit Till Brönner und Bösendorfer Wien.

«Die Schweizerin besitzt als Komponistin ihre ganz eigene Handschrift – so überzeugend, mitreissend und beglückend, dass Vergleiche überflüssig sind», schreibt das deutsche Magazin Jazzthetik, und die Luzerner Zeitung berichtet nach dem Debut des Ensembles am Lucerne Festival: «Luftiger Sound, brillante Virtuosität, minimalistische Elemente und ein ganz besonderer Groove: Durch alle Stücke hindurch pulsiert Luzia von Wyls schier unerschöpflicher Einfallsreichtum. Das ist grosse Kunst.»

Tatsächlich ist es ein Erlebnis, sich die raffiniert kreierten Kompositionen live anzuhören – nicht zuletzt auch aufgrund der neun charakterstarken Musiker, denen Luzia von Wyl ihre Stücke auf den Leib komponiert. Interaktion, Emotionen und Spielfreude werden hautnah erlebbar und zeichnen die Konzerte des Luzia von Wyl Ensembles aus.

Vor 10 Jahren als Kompositionswerkstatt gegründet, spielt das Ensemble inzwischen an Festivals in ganz Europa, so z.B. schon an den Swiss Days Dubai (UAE), dem Lucerne Festival (CH), dem Schaffhauser Jazz Festival (CH), dem Mosel Festival Trier (DE) oder dem London New Wind Festival (UK). Bis anhin veröffentlichte das Ensemble ausserdem zwei Studioalben, die beide international für grosse Anerkennung sorgten: «Frost» im Jahr 2014 und «Throwing Coins» im Jahr 2018, beide erschienen bei HatHut Records.

Line-Up:

Luzia von Wyl, Klavier & Kompositionen
Roman Glaser, Flöte
Nicola Katz, Klarinette
Marcel Lüscher, Bassklarinette
Maurus Conte, Fagott
Vincent Millioud, Violine
Karolina Öhman, Violoncello
Jeremias Keller, Bass
Luca Staffelbach, Marimba
Lionel Friedli, Schlagzeug

Marco Kunz wurde 1985 in Mauensee LU geboren. Mit 20 Jahren wurde er Teil der erfolgreichen acappella Gruppe «a-live», für die er drei Jahre als musikalischer Leiter verantwortlich war. Das erste Album «Eifach so» der Band KUNZ erschien 2014 und wurde mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Sein zweites Album trug den Titel «Mundart Folk» und stieg auf Platz 1 der Schweizer Hitparade ein. 2016 gewann KUNZ den Newcomer Prix Walo. Das aktuelle Album «Förschi», in dem die Band durch Bläser und Piano ergänzt wird, erschien 2019 und ist ein optimistischer Blick nach vorn.

Marzena Diakun rückte in den internationalen Fokus, nachdem sie das Orchestre Philharmonique de Radio France in einer Reihe von Konzerten dirigiert hatte. Seit 2021 ist sie Künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des ORCAM. Als Gastdirigentin arbeitete die talentierte Polin unter anderem mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Liverpool Philharmonic, der Philharmonie des Tschechischen Rundfunks, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und der Nationalen Philharmonie des Polnischen Rundfunks zusammen. Sie arbeitete mit Solisten wie Martin Grubinger, Peter Jablonski, Andreas Staier, Ewa Kupiec, den Cellisten Truls Mørk und Daniel Müller-Schott, den Sängern Camilla Nylund, Klaus Florian Vogt, Catherine Wyn-Rogers, Nathalie Stutzmann, Sabine Devieilhe und Jean-François Lapointe sowie mit den Geigern Linus Roth, Michael Guttman und Alena Baeva zusammen.

Marzena Diakun promovierte im Jahre 2010 an der Musikakademie Krakau und habilitierte 2017. Seit 2011 hält sie die Stelle der wissenschaftlichen Mitarbeiterin an der Musikakademie Breslau inne, wo sie eine Klasse für Orchesterdirigieren leitet. 2015 wurde die Dirigentin mit dem Stipendium Taki Concordia Fellowship von Marin Alsop für beste Dirigentinnen der Welt geehrt. Sie ist Trägerin der Preise des Präsidenten von Koszalin «Künstler des Jahres (Artysta Roku)», «Koszaliner Adler (Koszaliński Orzeł)» und «Kreative Persönlichkeiten von Breslau (Kreatywni Wrocławia)». 2019 wurde die Künstlerin für einen Preis beim «Classical:NEXT Innovation Award» nominiert.

Der Schweizer Tenor Mauro Peter sammelte seine ersten musikalischen Erfahrungen als Mitglied der Luzerner Sängerknaben. Er studierte in München und ist seit 2013 Ensemblemitglied der Oper Zürich. Mauro Peter singt zudem an der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden, der Mailänder Scala, der Royal Opera Covent Garden, dem Theater an der Wien und ist regelmässiger Gast bei den Salzburger Festspielen.

Durch seine vielseitige Konzerttätigkeit erarbeitete sich Mauro Peter mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Constantinos Carydis, Teodor Currentzis, Gustavo Dudamel, Ádám Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Vladimir Jurowski, Zubin Mehta, Trevor Pinnock und Andrés Orozco-Estrada ein grosses Konzertrepertoire.

Einen aussergewöhnlichen Rang nahm die Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt ein. Liederabende gibt er u.a. im Wiener Musikverein und Konzerthaus, der Wigmore Hall, dem Konzerthaus Berlin, der Kölner Philharmonie, dem Pierre Boulez Saal u.a. Im Sommer 2022 ist Mauro Peter als Tamino in Mozarts «Zauberflöte» bei den Salzburger Festspielen zu hören, bevor er mit demselben Werk die neue Saison an der Opera National de Paris eröffnet.

Nach seinem Auftritt mit Schönbergs Violinkonzert in der Kölner Philharmonie unter Pierre Boulez gab es für Michael Barenboim (*1985) kein Halten mehr. In Folge des gefeierten Konzerts debütierte er bei den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim, dem Chicago Symphony Orchestra unter Asher Fisch, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta und den Berliner Philharmonikern unter Vasily Petrenko. Seitdem gab und gibt er Rezitale an renommierten Häusern auf der ganzen Welt. So unter anderem an der Elbphilharmonie, dem Sydney Opera House, der Wigmore Hall und dem Teatro San Carlo di Napoli. Mit ausgesuchten Werken von Pierre Boulez gastierte er an der Berliner Philharmonie, der Carnegie-Hall, dem Konzerthaus Dortmund, dem Barbican Centre London, an der Opéra National de Paris und bei den Salzburger Festspielen.

Als Mitglied des Boulez-Ensembles war und ist er regelmässig an Uraufführungen beteiligt. Unter anderem bei Kompositionen von Jörg Widmann, Kareem Rouston und vielen anderen. An der Barenboim-Said-Akademie ist er Professor für Violine und Ensemblespiel und seit 2020 Dekan. Mit ausgewählten Mitmusikern des West-Eastern Divan Orchestras hat Michael Barenboim im selben Jahr das West-Eastern Divan Ensemble gegründet. Kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie war das Ensemble mit 13 Konzerten in den USA auf Tour. Zu Michael Barenboims letzten Solo-Debüts vor dem Lockdown zählen: Alban Bergs Violinkonzert mit dem Royal Liverpool Philharmonic unter Robert Trevino und ein Konzert der Los Angeles Philharmonic unter Gustavo Dudamel mit Mozarts B-Dur Violinkonzert.

Auf seinem ersten Solo-Album stehen Kompositionen von Bach und Bartók neben Pierre Boulez’ «Anthèmes 1 & 2». Anfang 2018 folgte eine CD mit Werken von Tartini, Berio, Paganini und Sciarrino. Für die «Deutsche Grammophon» hat Michael Barenboim Klavierquartette und -trios von Mozart, sowie die gesamten Beethoven-Klaviertrios eingespielt – gemeinsam mit Kian Soltani und Daniel Barenboim.

«Ein neuer Stern ist geboren», schwärmten Kritiker, als Michael von der Heide 1996 im Alter von 25 Jahren sein erstes Album veröffentlichte. Der im Bergdorf Amden aufgewachsene Sänger besticht durch musikalische Vielseitigkeit, betörenden Charme und bissigen Witz. Mittlerweile hat von der Heide mit «ECHO» sein 13. Album auf den Markt gebracht. Er tourte durch verschiedenste Länder, trat in unzähligen TV-Shows auf und stand mehrmals in Christoph Marthalers Inszenierungen auf den Bühnen des Schauspielhauses Zürich, der Oper in Avignon, des Théâtre Odeon in Paris, des Royal Opera Houses u.a. 1999 erhielt er den Prix Walo, im Jahr 2000 den Deutschen Kleinkunstpreis sowie mehrfach die goldene Schallplatte.

Das Orquesta de la Comunidad de Madrid (ORCAM) wurde 1987 gegründet. Bis zur Ernennung des Chefdirigenten Víctor Pablo Pérez 2013 leiteten Miguel Groba und José Ramón Encinar das Orchester. Seit 2021 ist Marzena Diakun künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des ORCAM, das zahlreiche Gastdirigenten wie Lorin Maazel, Krysztof Penderecki und Cristóbal Halffter engagierte. Das ORCAM ist seit mehr als 20 Jahren das Stammorchester des Teatro de la Zarzuela und regelmässiger Gast im Auditorio Nacional de Madrid, im Teatro Real, in den Teatros del Canal und im Teatro Auditorio de San Lorenzo de El Escorial. Ausserdem konzertierte das Orchester in den bedeutendsten Konzertsälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York, dem Theater La Fenice in Venedig, dem Lingotto in Turin, dem Arsenal in Metz und dem Konzerthaus in Berlin sowie bei lateinamerikanischen und asiatischen Musikfestivals.

Pablo Sáinz-Villegas wurde von der internationalen Presse als Nachfolger von Andrés Segovia und als Botschafter der spanischen Kultur in der Welt gefeiert. Seit seinem Debüt mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Rafael Frühbeck de Burgos im Lincoln Center hat er in mehr als 40 Ländern gespielt und wurde eingeladen, mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philharmonic of Israel, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Spanischen Nationalorchester aufzutreten, was ihn zu einer Referenz für die symphonische Gitarre macht.

Plácido Domingo bezeichnete ihn als «Meister der Gitarre», und Pablo Sáinz-Villegas hatte das Privileg, mit Domingo sein neues Duo-Album aufzunehmen. Sein «virtuoses, von unwiderstehlichem Überschwang geprägtes Spiel» (The New York Times) macht ihn zu einem der meistgefeierten Solisten bei renommierten Dirigenten, Orchestern und Festivals. Pablo Sáinz-Villegas ist auf einigen der renommiertesten Bühnen der Welt aufgetreten, darunter die Carnegie Hall in New York, die Philharmonie in Berlin, die Tschaikowsky Concert Hall in Moskau, der Musikverein in Wien oder das National Arts Center in Peking. Der Erfolg seiner Auftritte führt zu wiederholten Einladungen von Regisseuren wie Miguel Harth-Bedoya, Carlos Kalmar, Juanjo Mena und Alondra de la Parra. Als regelmässiger Gast bei Konzerten von Institutionen und Unternehmen hatte er das Privileg, vor Mitgliedern der spanischen Königsfamilie sowie vor anderen Staatsoberhäuptern und internationalen Persönlichkeiten zu spielen.

Das Philharmonische Streichquartett repräsentiert die junge Musikergeneration der Berliner Philharmoniker: kosmopolitisch, vielseitig und künstlerisch passioniert. Aus dem Wunsch heraus, mit Hingabe und in herausragender klanglicher Qualität gemeinsam zu musizieren und ihre Zuhörer zu begeistern, gründeten im Winter 2018 die Jungphilharmoniker Helena Madoka Berg (Violine), Dorian Xhoxhi (Violine) und Naoko Shimizu (Viola) ein neues Quartett.

Die Musiker sind sich bewusst, dass sie in grosse Fussstapfen treten: Denn mit dem Philharmonischen Streichquartett führen sie die ehrwürdige Tradition der Ensembles der Berliner Philharmoniker fort, Kammermusik auf höchstem Niveau zu machen. Für frische Impulse sorgt dabei der Cellist Christoph Heesch, der seine Erfahrung als Solist in diesen intimen Rahmen des Musizierens einbringt. Die vier Musiker haben jeweils verschiedene hochkarätige Wettbewerbe gewonnen und bereits in unterschiedlichen kammermusikalischen Formationen mitgewirkt.

Das Philharmonische Streichquartett bietet ihnen die Möglichkeit, ihren ganz eigenen musikalischen Ausdruck zu gestalten. Dabei fühlen sie sich weniger einem bestimmten Stil als ihrer Virtuosität verpflichtet und sie halten es mit Wolfgang Amadeus Mozart: «… denn wir lieben, uns mit allen möglichen Meistern zu unterhalten – mit den alten und modernen.»

Zu ihrem Repertoire zählen unter anderem Werke der Wiener Klassiker Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven, der grossen Romantiker Franz Schubert, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy sowie bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Paul Hindemith, Anton Webern und Maurice Ravel.

Durch seine fesselnden Auftritte auf den renommiertesten Bühnen und Konzertsälen der Welt hat sich Rolando Villazón als einer der führenden Tenöre der Gegenwart etabliert und gilt heute als einer der vielseitigsten Künstler überhaupt: neben seiner Bühnenkarriere ist Rolando Villazón auch als Regisseur, Schriftsteller und TV-Persönlichkeit bekannt und ist Intendant der Mozartwoche Salzburg.

Geboren in Mexico City begann er seine musikalischen Studien am nationalen Konservatorium seines Heimatlandes, bevor er Mitglied der Nachwuchsprogramme an den Opernhäusern in Pittsburgh und San Francisco Opera wurde. Rolando Villazón machte sich in der internationalen Musikszene rasch einen Namen, nachdem er 1999 mehrere Preise bei Plácido Domingos «Operalia»-Wettbewerb gewann (u.a. den Zarzuela-Preis und den Zuschauerpreis). Noch im gleichen Jahr folgte sein europäisches Debüt als Des Grieux in Massenets «Manon» in Genua sowie Debüts als Alfredo in «La Traviata» an der Opéra de Paris und als Macduff in Verdis «Macbeth» an der Staatsoper Berlin. Seitdem ist Rolando Villazón regelmässiger Gast an den Staatsopern in Berlin, München und Wien, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden, der Metropolitan Opera New York sowie den Salzburger Festspielen und arbeitet mit führenden Orchestern und namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim und Yannick Nézet-Séguin, zusammen. 2011 debütierte Rolando Villazón als Regisseur in Lyon und inszenierte seither für das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper Berlin, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Wiener Volksoper und die Semperoper in Dresden.

Die Spielzeit 2021-22 beginnt für den Tenor auf der Opernbühne der Metropolitan Opera in New York in der Rolle des Papageno in Mozarts «Zauberflöte». Es folgt eine Tour mit dem Harfenisten Xavier de Maistre und deren Liederabendprogramm «Serenata Latina», mit Auftritten in der Elbphilharmonie Hamburg, dem Musikverein in Graz, dem Konzerthaus in Freiburg und der Liederhalle in Stuttgart. Rolando Villazón feiert mit einem hochkarätigen Benefiz-Galakonzert am 21. Februar 2022 im Haus für Mozart in Salzburg seinen 50. Geburtstag. Zum Abschluss der Saison inszeniert er «Il Barbiere di Siviglia» bei den Pfingstfestspielen Salzburg sowie bei den Salzburger Festspielen 2022.

David Jud

David Jud ist Meister auf der Klarinette. Ausgerüstet mit einem klassisch-künstlerischen sowie einem musikpädagogischen Master und reichhaltiger Erfahrung in lauter und unterhaltender Musik (Dixie, Klezmer, Böhmisch-Mährisch) ist er bestens gerüstet, den Blech blasenden Kollegen Paroli zu bieten und sich das nötige Gehör zu verschaffen. Wenn es sein muss auch mit dem Erklimmen schwindelerregender Höhen und gekonnt am Notentext vorbei-improvisierend.

Guillermo Casillas

Guillermo Casillas, aufgewachsen in Avila (Spanien) und wohnhaft in Zürich Downtown, ist für die hohen Trompetenklänge zuständig. Das Rüstzeug als klassischer Trompeter holte er sich an den Hochschulen von Salamanca, Amsterdam und Zürich. Guillermo ist der ruhige Pol bei Schäbyschigg. Technisch versiert und ideenreich löst er jedes Problem, egal welcher Natur.

Fabian Jud

Fabian Jud, der jüngere Bruder von David, lebt in Eschenbach. Klassisch ausgebildet und mit einem musikpädagogischen Master der ZHdK in Zürich ausgestattet, weckt er bei kleinen und grossen Schülern die Freude an der Musik. Fabian ist als Trompeter bei Schäbyschigg vielfältig einsetzbar: Ob Melodie, Gegenmelodie oder Groove, findet er spielend die passenden Töne.

Jérôme Müller

Jérôme Müller lebt in Langnau LU. Grossgeworden in der Schweizer Brass Band Szene hat er sehr viel Wettbewerbserfahrung und demzufolge die nötige «Coolness» bei schnellen und virtuosen Passagen. Sein Musikstudium absolvierte er in Luzern auf dem Euphonium, ist bei Schäbyschigg nun aber mit der Basstrompete im Einsatz.

Tobi Zwyer

Tobi Zwyer ist in Sisikon UR aufgewachsen. Ein Master in Erdwissenschaften spricht für ein bewusstes Fundament mit tiefsten Tönen. Dazu paart sich die Weitsicht eines ausgebildeten Blasmusikdirigenten. Hauptsächlich ist er für den Groove zuständig, macht jedoch zeitweise auch mit Akkordeon und Stimme auf sich aufmerksam. Doch was wäre ein Tubist ohne Abgründe? Balkan Brass und Folk-Punk bringen die wahre Persönlichkeit dieses geerdeten Bassisten zum Ausdruck.

Sherniyaz Mussakhan ist Konzertmeister des Swiss Orchestra. Als Solist hat er u.a. zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra of London, dem Sinfonieorchester Basel, dem Astana Opera Symphony Orchestra gespielt. Er trat beim «Gstaad Menuhin Festival» auf, spielte als Solist im Bolschoi-Theater, im Mozarteum Salzburg, an der Hofburg Wien sowie im Mariinsky-Theater und ist Kavalier des Daryn-Ordens.

Die im Wallis geborene Sina gehört zu den wichtigsten Mundartsängerinnen der Schweiz. Ihre 13 Alben, die seit 1994 erschienen sind, erhielten neun Gold- und zwei Platinauszeichnungen. Sämtliche Studio-Alben erhielten eine Top-Ten Chartsplatzierung, ihr aktuelles Album «EMMA» stieg von 0 auf Platz 1 in die Swiss Album Charts ein. Seit über 25 Jahren ist sie mit ihrer Band in der Schweiz unterwegs. Sina wurde am Swiss Music Award 2019 als erste Frau der Schweizer Musikszene mit dem Outstanding Achievement Award geehrt.

Mit seiner ersten Band «Noise Boys» entdeckte Stephan Eicher im Jahr 1977 die Bühne für sich. Zwei Jahre später gründete er mit seinem jüngeren Bruder Martin Eicher die Techno-Punk-Band «Grauzone», die als Vorreiter der elektronischen Musik gilt. In dieser Zeit ging Stephan Eicher zum ersten Mal ins Studio und nahm die Single «Eisbär» auf, die sich in Deutschland und der Schweiz 500.000 Mal verkaufte. Ende 1983 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum «Chansons bleues», mit dem er sich einen festen Platz in der Musikwelt eroberte. Der grosse Triumph kam 1986 mit seinem Album «I tell this night», dessen Titel «Two people in a room» schnell zum Hit wurde. Im März desselben Jahres füllte Stephan Eicher den legendären Konzertsaal «L’Olympia» in Paris. Die erste Single «Combien de temps» aus seinem dritten Album «Silence» wurde ebenfalls sehr schnell zu einem Klassiker seines Repertoires. Von diesem Album an beschliesst Stephan Eicher, sich aus Freude am Musizieren mit Kolleg*innen vermehrt dem Zusammenspiel mit anderen Künstler*innen zu widmen und so weitere musikalische Facetten zu zeigen.

In Andermatt – dem berühmten Knotenpunkt am Gotthard und damit prädestinierten Ort für den Kulturaustausch inmitten der Schweizer Alpen – hat das Swiss Orchestra 2022 als Residenzorchester der Andermatt Konzerthalle seine Heimstätte bezogen. Das Swiss Orchestra setzt sich aus erstklassigen Instrumentalist*innen angesehener Sinfonie- und Kammerformationen im Alter zwischen ca. 25 und 45 Jahren zusammen. Der dynamische Klangkörper versteht sich als Orchester für die ganze Schweiz. Von Basel bis Graubünden und Genf baut es musikalische Brücken. Hierbei sollen jedoch nicht nur Sprachbarrieren, sondern auch Vorurteile gegenüber klassischer Musik überwunden werden.

Die mitreissenden und innovativen Konzertprogramme des Swiss Orchestra wecken bei einer breiten Öffentlichkeit Begeisterung für Orchestermusik in ihrer Vielfalt. Ziel ist es, vergessenen und kaum beachtete Schweizer Komponisten der Klassik und Romantik neu zu entdecken. Das Swiss Orchestra macht diese unbekannten Facetten der Schweizer Geschichte für ein breites Publikum wieder erlebbar und kombiniert Schweizer Trouvaillen mit bekannten Meisterwerken der Weltliteratur.

Mit seiner schweizweiten Präsenz und seinem programmatischen Schwerpunkt «Schweizer Sinfonik» besitzt der Klangkörper ein Alleinstellungsmerkmal und hat in kürzester Zeit seinen Platz in der Orchesterlandschaft gefunden. Gemeinsam mit Solist*innen wie Heinz Holliger (Oboe), Vivian Chassot (Akkordeon), Oliver Schnyder (Klavier), Marie-Claude Chappuis (Mezzosopran), Alina Pogostkina (Violine), Michael Barenboim (Violine) oder Bernhard Russi (Erzähler) sind sie in der Tonhalle Zürich, im Casino de Montbenon Lausanne, in der Tonhalle St. Gallen, im Casino Bern, in der Victoria Hall Genf, im Stadtcasino Basel und der Konzerthalle Andermatt aufgetreten. Die erste Auslandstour führte das Orchester 2022 nach Madrid (Auditorio Nacional de España) sowie nach San Sebastián (Kursaal).

Viviane Chassot wurde in Zürich geboren und lebt heute als freischaffende Musikerin in Basel. Ihren ersten Akkordeonunterricht erhielt Sie mit 12 Jahren bei Ernst Kaelin, der sie schon früh in der Interpretation klassischer polyphoner Werke auf dem Einzeltonmanual (MIII) gefördert hat. Wichtige Impulse erhielt sie während dieser frühen Phase der musikalischen Ausbildung auch von Gérard Fahr. 2006 hat Viviane Chassot Ihre Studien an der Hochschule der Künste Bern bei Teodoro Anzellotti mit dem Master of Performance and Pedagogy abgeschlossen. Von 2009 bis 2013 lebte sie als freischaffende Musikerin in Leipzig. Während dieser Zeit erhielt sie wichtige Impulse durch Eberhard Feltz (Musikhochschule Hans Eisler, Berlin) und besuchte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Ferenc Rados, András Schiff und Alfred Brendel. Nebst reger Konzerttätigkeit gibt Viviane Chassot internationale Meisterklassen. Sie ist Dozentin für Akkordeon am Konservatorium Winterthur und am Hohner-Konservatorium Trossingen. Viviane Chassot ist Mitglied des traditionsreichen Rotary Club Basel.

Mit ihren Interpretationen auf dem Akkordeon setzt Viviane Chassot immer wieder neue Massstäbe. Sie tritt als Solistin und Kammermusikerin weltweit in renommierten Konzerthäusern auf wie Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Guggenheim Museum New York, Wigmore Hall London, Konzerthaus Wien, Tonhalle Zürich. Sie arbeitete bereits mit Dirigenten wie Simon Rattle, David Zinman, Riccardo Chailly und Heinz Holliger und ist wiederholt Gast bei internationalen Festivals. Als vielseitige Musikerin überschreitet sie stilistische Grenzen: mutig und innovativ verbindet sie Klassik, Jazz, neue Musik und Improvisation. In den vergangenen Jahren spielte Viviane Chassot zahlreiche Uraufführungen und war Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises. 2015 wurde sie mit dem Swiss Ambassador’s Award London ausgezeichnet. Als Künstlerpersönlichkeit mit internationaler Ausstrahlung und Pionierin Ihres Fachs erhielt Viviane Chassot den Schweizer Musikpreis 2021.