KLASSIK HAUTNAH

Die Andermatt Konzerthalle ist ein echtes Juwel: Ihre Architektur schafft ungewohnte Perspektiven und bietet Ausblick in die alpine Bergwelt. Gleichzeitig führt sie durch ihre architektonische Offenheit – die nicht zwischen Publikumsraum und Backstagebereich unterscheidet und in der keine abgehobene Bühne eine Barriere bildet – zu gleichsam intimen Einblicken: Die Publikumsplätze sind üblicherweise in gestuften Reihen angelegt, sodass für Alle eine gute Sicht auf das Geschehen gewährleistet ist. In kaum einem anderen Veranstaltungsraum dieser Grössenordnung kommt das Publikum den Musiker*innen und damit der Musik so nah wie in der Andermatt Konzerthalle.

Die Andermatt Konzerthalle wurde 2019 mit einem fulminanten Konzert der Berliner Philharmoniker eingeweiht. Mit diesem Weltklasseforum für Musik erhält Andermatt ein weiteres Aushängeschild. Konzipiert wurde sie vom Studio Seilern Architects unter der Leitung von Christina Seilern und von Andermatt Swiss Alps und Besix erbaut. Der lichtdurchflutete Saal bietet mit rund 550 Sitzplätzen eine intime Atmosphäre und verfügt über eine flexible Bühne mit Raum für ein Sinfonieorchester.

Für die Akustik und das Saalkonzept zeichnen Kahle Acoustics und Ducks Scéno verantwortlich, die auch die Cité de la musique – Philharmonie de Paris gestaltet haben. Das in London ansässige Architekturbüro Studio Seilern Architects hat unter anderem das Annenberg Centre for the Performing Arts im britischen Wellington College gestaltet. Als frühere Vorsitzende der Londoner Niederlassung von Rafael Viñoly Architects war Christina Seilern für bedeutende Projekte verantwortlich, unter anderem 20 Fenchurch in London, das Curve Performing Arts Centre in Leicester, den Mahler-4-Turm in Amsterdam und das Wageningen University Plant Research Centre in den Niederlanden.