Samstag, 18.2.2023
19.30 Uhr

Philharmonisches Streichquartett der Berliner Philharmoniker

Weltklasse Kammermusik

Philharmonisches Streichquartett der Berliner Philharmoniker

Helena Madoka Berg, Violine
Dorian Xhoxhi, Violine
Kyoungmin Park, Viola
Christoph Heesch, Cello

Das Philharmonische Streichquartett, bestehend aus Musiker*innen der weltbekannten Berliner Philharmoniker, widmen sich in einem berührenden Konzert den schönsten Trauer-Momenten der Musikgeschichte.

Preise: CHF 135 / 105 / 85 / 60

Programm

Giacomo Puccini (1858–1924):
I Crisantemi. Andante mesto

Fanny Hensel (1805–1847):
Streichquartett Es-Dur

Samuel Barber (1910–1981):
Streichquartett op. 11, Adagio

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847):
Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80

Über das Programm

Wenn in der klassischen Musik, analog zur Popwelt, von «One-Hit-Wondern» gesprochen würde, wäre Samuel Barber Topanwärter auf den womöglich zweifelhaften Erfolg, nur eines einzigen Stückes wegen bekannt und geliebt zu sein: Mit seinem «Adagio for Strings» hat Barber einen Welthit gelandet, der unter anderem bei den Beerdigungen der US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy gespielt wurde, und der zu einer Art Soundtrack der Trauer um die Terrorakte des 11. September 2001 geworden ist. 2004 wurde «Adagio for Strings» von den Hörer*innen der BBC zum «traurigsten klassischen Stück» gewählt.

Die Eigenschaft von Musik, Emotionen nicht nur auszudrücken, sondern auch erzeugen zu können, ist unbestritten: So kann Trauer sowohl beim rezipierenden Hören von Musik verarbeitet als auch im Kompositions-Prozess bewältigt werden. Diese zweifache Form des Umgangs mit Trauer ist Thema des Konzerts des Philharmonischen Streichquartetts, das aus Musiker*innen der weltbekannten Berliner Philharmoniker besteht.

Neben dem zweiten Satz von Barbers Streichquartett op. 11 – der Originalfassung von «Adagio for Strings» – ist Felix Mendelssohn Bartholdys grossenteils in Interlaken entstandenes Streichquartett Nr. 6 in f-Moll zu hören. Das letzte vollendete Werk des Komponisten schuf er vier Monate nach dem völlig überraschenden Tod seiner geliebten Schwester Fanny Hensel und zwei Monate vor seinem eigenen Ableben. Das Quartett – eine Art instrumentales Requiem – ist in der Todestonart f-Moll geschrieben und kann biographisch zweifelsfrei als Reaktion auf den Verlust seiner engsten Bezugsperson betrachtet werden. Mendelssohns Werk wird das Streichquartett Es-Dur von Fanny Hensel gegenübergestellt, bei dem Felix einen zu freien, romantischen Stil bemängelte, der dazu führe, dass das Stück zerfliesse. Doch durch die Gegenüberstellung der beiden Werke wird deutlich hörbar, wie Felix sich in seinem Werk dem Schaffen Fannys annähert und seinen eigenen, formgebundenen Stil mit dem freieren seiner Schwester zu vereinen versucht.

Auch Giacomo Puccinis «I Crisantemi» dient der Trauerbewältigung: Die titelgebenden Chrysanthemen verweisen als traditionelle Trauerblumen auf das Gedenken an Herzog Amadeo von Savoyen, einen engen Freund Puccinis.

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