Freitag, 1.1.2027
17.00 Uhr

Brilliant Fantasy

NEUJAHRSKONZERT

Valentine Michaud, Saxophon
Swiss Orchestra
Lena-Lisa Wüstendörfer, Leitung

Das Neujahrskonzert steht ganz im Zeichen des Saxophons: Zusammen mit Valentine Michaud präsentiert das Swiss Orchestra ein facettenreiches Programm zum musikalischen Jahresauftakt 2027, bei dem auch der eine oder andere Neujahrsklassiker nicht fehlen wird.

Preise: CHF 135 / 105 / 85 / 60 / 45

Programm

FRANK MARTIN
Pavane couleur du temps

JOSEPH LAUBER
Sérénade pour orchestre à cordes

ALEXANDER GLAZUNOV
Konzert in Es-Dur für Altsaxophon und Streichorchester op. 109

FRANÇOIS BORNE
«Fantaisie Brillante sur des airs de Carmen»

ANTONÍN DVOŘÁK
Serenade in E-Dur für Streichorchester op. 22

JOHANN STRAUSS (SOHN)
«Leichtes Blut» op. 319

JOHANN STRAUSS (VATER)
Radetzky-Marsch

Über das Programm

Unter der Nummer 3’226 des französischen Patentamts wurde am 22. Juni 1846 das Schutzrecht für eine neuartige Instrumentenfamilie eingetragen – die des Saxophons. Ziel des belgischen Erfinders Adolphe Sax war es, ein auch in tiefen Lagen wohlklingendes Instrument zu entwickeln, das sich gleichzeitig bei Konzerten unter freiem Himmel durchzusetzen vermochte. Mit dem französischen Komponisten Hector Berlioz hatte das Saxophon einen frühen Fürsprecher, der dem Blasinstrument bescheinigte, in schnellen Passagen leicht beweglich, aber auch für «anmutige, religiöse und träumerische Cantilenen» geeignet zu sein. Zunächst vor allem für Militärkapellen vorgesehen, fand das Instrument im Jazz und zunehmend auch in der Unterhaltungsmusik Verbreitung. Zur steigenden Popularität des Saxophons trugen mehrere Umstände bei: Sein Klang liess sich für die frühen mechanischen und elektromechanischen Aufnahmeverfahren gut erfassen. Ausserdem war das Saxophon im frühen Tonfilm ebenso präsent wie in der bildenden Kunst – etwa in Otto Dix‘ «Grossstadt»-Triptychon. Nicht zuletzt aufgrund seiner organisch anmutenden Form entwickelte sich das Instrument zu einem ikonischen Emblem der Moderne. Gleichzeitig ist es im klassischen Konzertbetrieb nach wie vor eher eine Randerscheinung.

Im Konzert mit dem Swiss Orchestra und der französischen Saxophonistin Valentine Michaud steht das Saxophon nun im Mittelpunkt: Mit seinem wandelbaren und ausdrucksstarken Ton – mal weich und verträumt, mal scharf und durchdringend, mal melancholisch und klagend, mal leidenschaftlich oder verspielt – ist das Holzblasinstrument in der Lage, unterschiedliche Assoziationen und innere Bilder hervorzurufen: von nächtlichen Grossstadt-Szenen bis hin zu intimen, persönlichen Momenten. Das Neujahrskonzert steht sodann auch unter dem Motto «Brilliant Fantasy». Neben Alexander Glazunovs Saxophonkonzert steht die «Fantaisie Brillante» von François Borne auf dem Programm – ein virtuoses Stück mit bekannten Melodien aus der Oper «Carmen» von Georges Bizet. Neben zwei Streicherserenaden von Joseph Lauber und Antonín Dvořák sowie zwei Neujahrsklassikern von Johann Strauss Vater und Sohn erklingt ausserdem Frank Martins «Pavane couleur du temps»: eine Komposition, die ihren Namen einem Märchen von Charles Perrault verdankt, in dem eine Prinzessin der von ihr geforderten inzestuösen Hochzeit entgehen will, indem sie ein Kleid in der «Farbe eines Unwetters» – «couleur du temps orageux» – verlangt.

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