Samstag, 2.7.2022
19.30 Uhr

Surprise Schweizer Sinfonik

SINFONIEKONZERT

Swiss Orchestra
Lena-Lisa Wüstendörfer, Leitung
Christoph Pfändler, Hackbrett

Das dritte Saisonkonzert des Swiss Orchestra heisst: ein selten aufgeführter Gassenhauer, eine Schweizer Komposition, die es auf die Titanic geschafft hat, die Verschränkung von Russland und der Schweiz sowie ein Hackbrett auf Abwegen.

Preise: CHF 135 / 105 / 85 / 60
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Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
«Eine kleine Nachtmusik», Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur, KV 525

Paul Huber (1918– 2001)
Konzert für Hackbrett und Streichorchester

Joachim Raff (1822–1882)
Cavatina aus «Six Morceaux», op. 85 Nr. 3

Piotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893) und Paul Juon (1872–1940)
Highlights aus der Serenade für Streicher in C-Dur, op. 48 und 5 Stücke für Streichorchester, op. 16

Über das Programm

Ein selten aufgeführter Gassenhauer, eine Schweizer Komposition, die es auf die Titanic geschafft hat, die Verschränkung von Russland und der Schweiz sowie ein Hackbrett auf Abwegen – so liesse sich das dritte Saisonkonzert des Swiss Orchestra thematisch zusammenfassen. Doch der Reihe nach.

Der Konzertabend beginnt mit Wolfgang Amadeus Mozarts «Kleinen Nachtmusik», deren erster Satz – womöglich das klingende Symbol klassischer Musik schlechthin – allenthalben bekannt sein dürfte. Die Streicherserenade, die trotz ihrer Bekanntheit erstaunlich selten im Konzertsaal zu hören ist, wird das Swiss Orchestra lebendig-neu erstrahlen lassen.

Paul Hubers «Konzert für Hackbrett und Streichorchester» nimmt das in der Schweizer Volksmusik beliebte Instrument in die klassische Musik auf und schafft damit eine faszinierende Verbindung zwischen traditioneller klassischer und populärer Musik – etwa, wenn das klangschöne Hackbrett mitten in einer spätromantisch inspirierten Orchesterpartie zu einem tänzerischen Ländler anhebt. Solist ist der Hackbrettvirtuose Christoph Pfändler, der sich stilsicher zwischen den unterschiedlichsten musikalischen Welten bewegt.

Nach der Pause entführt die «Cavatina» – das wohl bekannteste Stück des Schwyzer Komponisten Joachim Raff, der 2022 seinen 200. Geburtstag feiert – die Zuhörer*innen in die Klangwelten romantischer Musik des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich konzipiert als Teil der «Six Morceaux» für Violine und Klavier, avancierte die «Cavatina» als einzelner Satz zum populärsten Stück von Raff, sodass sie für den Konzertsaal arrangiert wurde und sogar auf der unheilsamen Jungfernfahrt der RMS Titanic 1912 erklang.

Als Schlusspunkt des Abends folgen Auszüge aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis «Serenade für Streicher», die im Wechsel mit Paul Juons «5 Stücke für Streichorchester» aufgeführt werden. Durch diese aussergewöhnliche Verschränkung einerseits des Russen mit persönlichen Verbindungen in die Schweiz und andererseits des in Moskau geborenen Schweizers mit Graubündner Wurzeln wird das Leitprinzip des Swiss Orchestra, unbekannte Schweizer Kompositionen mit Klassikern der Musikwelt zu verbinden, auf die Spitze getrieben.

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