Sonntag, 29.11.2026
17.00 Uhr

Swiss Romance

SINFONIEKONZERT

Thomas Hampson, Bariton
Swiss Orchestra
Lena-Lisa Wüstendörfer, Leitung

Der amerikanische Bariton Thomas Hampson und das Swiss Orchestra bringen Mahlers «Wunderhorn»-Lieder sowie «Trois Aquarelles» des Genfer Komponisten George Templeton Strong auf die Bühne. Ergänzt durch Werke von Schubert, Mendelssohn Bartholdy und vom Schwyzer Joachim Raff entfaltet das Konzert Geschichten um die grossen Themen Liebe, Sehnsucht, Natur, Freiheit und Vergänglichkeit.

Preise: CHF 135 / 105 / 85 / 60 / 45

Programm

FRANZ SCHUBERT
Ouvertüre zu «Die Freunde von Salamanka» D. 326

GEORGE TEMPLETON STRONG
«Trois Aquarelles» pour chant et orchestra
Choral auf ein Thema von Leo Hassler («Wenn ich einmal soll scheiden»)

GUSTAV MAHLER
«Des Knaben Wunderhorn» für Singstimme und Orchester:
Lied des Verfolgten im Turm
Wo die schönen Trompeten blasen
Das himmlische Leben
Urlicht

JOACHIM RAFF
«Abends», Rhapsodie für Orchester op. 163b

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 – «Italienische»

Über das Programm

Er gilt als Intellektueller unter den Sängern, wurde 1993 vom People Magazine unter die «50 Most Beautiful People» gewählt, ist einer der grossen Mahler-Experten unserer Zeit und hat als Don Giovanni nicht nur bei den Salzburger Festspielen für Furore gesorgt: Die Rede ist von Thomas Hampson. «Ein Konzert», so der amerikanische Bariton «ist für mich ein besonderes Erlebnis mit einzigartiger Atmosphäre. Worum es gehen muss, ist die Botschaft, die in der Dichtung und in der Musik liegt. Die Menschen brauchen Geschichten, die sie einladen, sich auf ihr Menschsein zu besinnen. Dazu kenne ich keinen besseren Weg, als Lieder zu singen.» Gemeinsam mit dem Swiss Orchestra bringt Hampson nun Gustav Mahlers Orchesterlieder auf die Bühne. Und das gesamte Konzert strotzt nur so von Geschichten, die sich um die Themen Liebe, Sehnsucht, Natur, Freiheit und Vergänglichkeit entfalten. Es geht also um die wirklich grossen Themen. Und, ganz einfach: um richtig schöne Musik.

Joachim Raffs «Abends» eröffnet eine poetische Klangwelt der Dämmerung: ein träumerisches Innehalten, das den Übergang vom Tag zur Nacht als stille, lyrische Zeit bestimmt. Mahlers «Wunderhorn»-Lieder bieten ein schonungsloses Bild der Welt – mit all ihren Widersprüchen, ihrer Tragik, ihrem (grotesken) Humor. Sie erzählen von der Sehnsucht nach Freiheit, von Liebe und Tod, von Trost und Jenseitsvisionen. Neben Mahlers Orchesterliedern singt Hampson auch die «Trois Aquarelles» von George Templeton Strong. Wie gemalte Miniaturen entfalten diese Lieder zarte Stimmungsbilder, flüchtig und transparent. Der Titel verweist nicht zufällig auf die bildende Kunst: Strong – selbst als Maler tätig – arbeitet musikalisch mit Klangfarben, Nuancen und Andeutungen, weniger mit grossen Gesten. Felix Mendelssohns «Italienische Sinfonie» erzählt schliesslich von Reiseeindrücken und südlicher Lebensfreude – gewissermassen eine idealisierte Klangvision des Südens. Rhythmische Vitalität, tänzerische Leichtigkeit und strahlende Farben bestimmen ihren Charakter. Und dann geht es in Schuberts Ouvertüre noch um die Freundschaft – ein Thema, das in unserem Kaleidoskop der Gefühle nicht fehlen darf und das eine weitere Facette jener grossen Sammlung von Geschichten bildet, die diesen Konzertabend einmalig macht.

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