Jonathan Sells, Andermatt Music

Jonathan Sells

Im Jahr 2024 dirigierte Jonathan Sells erstmals den Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists in London und wurde nach deren «brillanter» (Gramophone) Live-Aufnahme von A-cappella-Motetten von Bruckner, Gesualdo u. a. zum Leiter des Chores ernannt. Anschliessend leitete er Chor und Ensemble bei Händels gewaltigem «Dixit Dominus» am Edinburgh International Festival (live aufgenommen für Deutsche Grammophon Stage+ und BBC Radio 3), in der Snape Maltings Concert Hall und im Barts North Wing in London. Ausserdem leitet Sells das Nachwuchsprogramm des Monteverdi Choir.

Jonathan Sells, der von 2009 bis 2018 selbst Mitglied des Monteverdi Choir war, vereint eine rege internationale Gesangskarriere mit der Tätigkeit als Dirigent und musikalischer Leiter. Seine Arbeit ist vor allem mit der Musik des Barock und insbesondere mit der von J. S. Bach verbunden. Sells trat als Solist in Australien und in den USA (Lincoln Center und Carnegie Hall) auf. Ausserdem ist er regelmässiger Gast bei bedeutenden Bach- und Barockfestivals in ganz Europa, vor allem in der Schweiz, wo er mit seiner Familie lebt.

Im Jahr 2008 gründete er das Barockensemble Solomon’s Knot, «eines der innovativsten und einfallsreichsten Ensembles Grossbritanniens», das seit 2023 als Residenzensemble der Wigmore Hall fungiert. Unter seiner Leitung setzte Solomon’s Knot mit Aufführungen von J. S. Bachs «Johannespassion» und «Matthäuspassion» beim Bachfest Leipzig, bei den Thüringer Bachwochen, in den Snape Maltings und in der Wigmore Hall «neue Massstäbe». Auf Empfehlung von Sir John Eliot Gardiner gab er 2016 sein Debüt als musikalischer Leiter beim Bachfest Leipzig mit Bachs «Magnificat», das später aufgenommen und bei Sony Classical veröffentlicht wurde. Die Aufnahme von Motetten von J.S. und J.C. Bach durch Solomon’s Knot erschien 2023 und «vermittelt das innerste Wesen dieser Musik wie nie zuvor» (Klassisk Musikk). Jonathan Sells hegt eine brennende Neugier für vernachlässigte Genies des 17. und 18. Jahrhunderts wie Johann Kuhnau, George Jeffreys und Barbara Strozzi sowie für späteres Repertoire: Er hat Werke von Beethoven, Dvořák, Prokofjew, Nielsen und Varèse dirigiert und mit Chören vom Vereinigten Königreich bis in den Nahen Osten zusammengearbeitet.

Konzerte

Samstag, 15.5.2027
19:30