Samstag, 26.9.2026
19.30 Uhr

Saisonauftakt mit dem Swiss Orchestra

SINFONIEKONZERT

Saskia Giorgini, Klavier
Swiss Orchestra
Lena-Lisa Wüstendörfer, Leitung

Zum Eröffnungswochenende der neuen Saison wartet das Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer mit einem Highlight auf: Beethovens 6. Sinfonie «Pastorale» – kombiniert mit Franz Liszts erstem Klavierkonzert (Solistin: Saskia Giorgini) und Joachim Raffs Suite Nr. 1.

Preise: CHF 135 / 105 / 85 / 60 / 45

Programm

JOACHIM RAFF
Suite Nr. 1 op. 101

FRANZ LISZT
Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 «Pastorale»

Über das Programm

In einem klassischen Sinfonieorchester gibt es die lyrischen Geigen, die warmen Bratschen, die edlen Celli, die gravitätischen Kontrabässe; da sind die verspielten Flöten, die sehnsüchtigen Oboen, die geheimnisvollen Klarinetten, die sonoren Fagotte; komplettiert wird das Ganze durch strahlende Hörner, brillante Trompeten, majestätische Posaunen, donnernde Pauken. Und, ach ja, dann gibt es da noch: die Triangel. Wahlweise der, die, das Triangel muss so manchen Spott über sich ergehen lassen. So besang der österreichische Barde Georg Kreisler den Spieler des silbrig glänzenden Schlaginstruments: «Ich komm erst auf Seite 89 dran / Ja, an Zeit hab ich keinen Mangel / Ich könnt ja was lesen, doch da schaut er [der Dirigent] mich an / Und schon steh ich auf und mach [ping].» Hier jedenfalls stimmt die Work-Life-Balance.

Mehr zu tun haben da die Triangelspieler*innen in Franz Liszts Klavierkonzert Nr. 1, die zu Beginn des dritten Satzes ordentlich was zu schlagen bekommen, sodass sich ihre Instrumente vom bescheidenen Orchesterinstrument zur heimlichen Hauptfigur mausern. Für diesen ungewöhnlichen Einsatz der Triangel musste sich der Komponist wiederum einiges an Häme gefallen lassen: Als «Triangel-Konzert mit Klavier- und Orchesterbegleitung» wurde das Werk verspottet. Zugeschrieben wird das Zitat passenderweise dem geistreichen und scharfzüngigen Urkritiker Eduard Hanslick, der sich nicht nur gegen Liszts Art der Instrumentierung aussprach, sondern auch etwas gegen die von Liszt und Wagner angeführte Ästhetik der Programmmusik hatte. Hanslick vertrat die Ansicht, dass Musik nicht dazu da sei, Gefühle auszudrücken oder Geschichten zu erzählen und plädierte für die Autonomie der Musik. Er schätze Beethovens Sinfonien zwar über die Massen, aber eben nicht die 6. mit ihrem programmatischen Gehalt.

Und wie positionierte sich der Schwyzer Joachim Raff in der Debatte um die Zukunft der Musik, die innerhalb der Musikwelt des 19. Jahrhunderts alles überlagerte? Gefördert durch Liszt, verwendete er für die meisten seiner Sinfonien sprechende Titel. Mit seiner kritischen Wagnerschrift löste er 1854 aber auch Irritationen bei den Anhänger*innen der Programmmusik aus. In der Besetzung der Lehrkräfte für das Hoch’sche Konservatorium in Frankfurt, dessen erster Direktor Raff war, achtete er – typisch schweizerisch? – wiederum auf ein musikpolitisch ausgewogenes Verhältnis unter seinen Lehrkräften. In seiner Orchestersuite Nr. 1 op. 101 verzichtete er aber (vorsichtshalber) auf den Einsatz der Triangel!

Abonnements

Mit einem Abonnement für ANDERMATT MUSIC kommen Sie ganz einfach zu regelmässigen Klassikerlebnissen in der Andermatt Konzerthalle und verpassen kein Highlight mehr.

Über uns

ANDERMATT MUSIC steht für qualitativ hochwertigen Musikgenuss jenseits festgetretener Pfade und überzeugt durch innovative und vielseitige Konzerterlebnisse.

FAQ

Sie haben Fragen zum Ticketkauf, den Abonnements, zur Anreise oder zum Aufenthalt in der Andermatt Konzerthalle? Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.